Larissa & Michael in Hamburg

Hamburg ist eine der schönsten Städte Deutschlands und ist deswegen Anlaufpunkt für Besucher aus der ganzen Welt. Ich konnte diese Anziehungskraft allerdings erstmals einige Zeit nach meiner Auswanderung so richtig nachempfinden. Nach etwa einem Jahr Pause war ich zu Besuch in meiner Heimatstadt und konnte feststellen, wie ein wenig Abstand die Sichtweise verändert. So hatte z. B. der Hafen, der für mich nie eine Besonderheit darstellte, bei Sonnenschein plötzlich etwas magisches.

Deswegen war ich besonders froh, als Larissa und Michael mich fragten, ob ich ihren Hochzeitstag als Hochzeitsfotograf begleiten würde.

Zwei Hochzeitsfotografen aus Spanien entdecken die Hansestadt

Der Turm der Ev. Luth. Kirchengemeinde Blankenese ist im gothischen Stil erbaut worden.

Meine Partnerin Diana ist ebenfalls Hochzeitsfotografin und das Paar legte wert darauf, dass wir beide fotografieren. Das ist eine wunderbare Sache, um Braut und Bräutigam bereits bei den Vorbereitungen lückenlos begleiten zu können.

Schon bei unserer Ankunft im gemütlichen Heim der Brauteltern spürten wir: Das wird für das Brautpaar und seine Gäste, aber auch für uns ein wunderschöner Tag! Aufregung und Vorfreude lagen in der Luft. Überall wurden letzte Vorbereitungen für die großen Feierlichkeiten getroffen. Die Hanseaten gelten als traditionsbewusst und deswegen waren wir nicht überrascht, dass die alten Hochzeitsbräuche am Hochzeitstag von Larissa und Michael eine wichtige Rolle spielten. Die Braut hatte sich für ein traumhaftes Kleid mit Schleier entschieden, der Bräutigam wählte eine stilvolle Kombination mit weißem Hemd und violetter Fliege. Selbstverständlich achteten alle angestrengt darauf, dass der aufgeregte Bräutigam seine wunderschöne Larissa nicht zu früh zu Gesicht bekam. Das ist in einem Einfamilienhaus gar nicht so einfach zu realisieren! Um ganz sicher zu gehen, war das obere Stockwerk der Braut und ihren Helferinnen vorbehalten, während Michael sich im Erdgeschoss mit seinem feierlichen Outfit beschäftigte.

Wurde auch nichts vergessen?

Die Blumenkörbchen für die Blumenkinder stehen bereit. Unten sieht man die Blumen-Anstecker für den Brautvater und den Bräutigam.

Wir fühlten uns in der harmonischen Umgebung von Larissas Elternhaus von Anfang an wohl und konnten verstehen, dass trotz aller Vorfreude auch ein wenig Wehmut in der Luft lag. Besonders nervös war der Brautvater in dem Wissen, seine Tochter schon sehr bald am Traualtar an ihren zukünftigen Gatten zu übergeben. Die Brautmutter hingegen hatte keine Zeit für Nervosität, denn sie musste überall gleichzeitig sein, die Tochter drücken, kontrollieren, ob die Fliege ihres Mannes sitzt, und ob die Trauringe eingesteckt sind und die Körbchen für die Blumenmädchen bereit stehen.

Jetzt wird es ernst: Die Hochzeitsglocken Läuten

Im festlich geschmückten Brautwagen fuhren Braut und Brautvater zur evangelisch-lutherischen Kirche im benachbarten Blankenese, wo der aufgeregte Bräutigam in Gesellschaft von Verwandten und Freunden ungeduldig wartete. Die Details der Blankeneser Kirche festzuhalten war wegen der architektonischen Unterschiede zu den mallorquinischen Kirchen für uns besonders interessant. Sie wurde Ende des 19. Jahrhundert in einem schlichten, neugotischen Stil errichtet. Auffällig sind die hohen Fenster, deren christliche Motive gleichzeitig eine Verbindung zu Blankenese herstellen und die viel Licht ins innere einlassen. Fleißige Helfer und Helferinnen haben die Kirche und den Altar feierlich geschmückt. Das ist offensichtlich nicht nur auf Mallorca ein schöner Brauch. Sichtlich gerührt war die Hochzeitsgesellschaft, als Brautvater und Tochter einmarschierten. Ganz anders als üblich wurde die Zeremonie je zur Hälfte von einem evangelischen und katholischen Pfarrer abgehalten.

Braut und Brautvater im Auto auf dem Weg zur Kirche. Papa ist schon ganz aufgeregt.

Nun sind sie ein Ehepaar

Nach der andächtigen Zeremonie trat das Paar vor das Portal der schönen Blankeneser Kirche, begleitet vom lauten Jubel der Hochzeitsgäste und einem Blumenregen. Das schwerste war geschafft und beiden war die Erleichterung anzumerken. Alle freuten sich auf die anschließenden Feierlichkeiten. Doch vorher hatte Michael noch eine Überraschung für seine Frau: Gemeinsam ließen sie als Symbol für ihre Liebe zwei weiße Tauben in den Himmel aufsteigen. Nun war es für uns als Hochzeitsfotografen an der Zeit, das junge Glück in einer Portrait-Session festzuhalten. Für das folgende – zeitliche leider viel zu knapp bemessene – Portraitshooting war die passende Location schnell gefunden. Hamburg bot uns viele prominente Aussichtspunkte, die einzigartige Blicke auf die Elbe gewährten. Zu lange konnten wir das frisch gebackene Ehepaar allerdings nicht aufhalten, denn im nahe gelegenen Goßlerhaus warteten feierlich geschmückte Räume, ein großartiges Dinner, die Hochzeitstorte und viele Überraschungen auf Larissa und Michael. Wir, die Hochtzeitsfotografen von Mallorca, wünschen dem jungen Paar, dass ihr gemeinsamer Lebensweg genauso harmonisch und fröhlich verlaufen möge wie ihr Hochzeitstag. Gern haben wir das Paar und seine Gäste an diesem Tag begleitet und hoffen, dass die Fotos die Erinnerung an ein wunderschönes Fest bewahren können. Nicht nur auf Mallorca, sondern auch in Hamburg versteht man etwas vom Feiern!

Während der Hochzeitsfotos ist immer Zeit für einen romantischen Moment.

Mehr Fotos von der Hochzeit gefällig?


Ein paar Eindrücke dieser wundervollen Hochzeit habe ich in der unten stehenden Galerie zusammengefasst. Wir wünschen viel Freude beim Schauen.

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